19.10.2012
Respectare - Zeit für Nähe, Raum und Distanz
Ein Berührungskonzept im Spannungsfeld der tabuisierten Gefühle wie Scham und Ekel
respectare steht für eine respektvolle Haltung Patienten wie auch sich selbst gegenüber. Es ist ein Konzept basierend auf wertschätzendem Respekt, Achtsamkeit und Würde. Es fördert Beziehung und Dialog in Gesundheitsberufen.
- Gesundheitsförderliche Kompetenz durch Entlastung und Entspannungsfähigkeit zur Selbstpflege
- Beziehungskompetenz durch Förderung von dialogischen und nonverbalen Fähigkeiten
- Sozialkompetenz durch respektvollen Umgang mit Nähe und Distanz
- Fachliche Berührungskompetenz für spezifische Umsetzung in den Pflege- und Therapiealltag
Tabuthemen wie Scham und Ekel erfordern das Einüben eines respektvollen Umgangs mit den eigenen Gefühlen der Pflegenden, sowie Gefühlen der Patienten/Heimbewohner. Das tabuisierte Empfinden führt oft zu großer Unsicherheit im Umgang mit diesen negativ erlebten Gefühlen. Hilfestellung wird angeboten.
respectare richtet den Fokus der Gefühlsarbeit im Sinne einer fachlichen Qualifikation. Gleichzeitig werden Berührungserfahrungen erlebbar gemacht. Die entspannende Wirkung unterstützt den Einzelnen im Umgang mit dem belastenden Themen des Alltags.
Eine Handmassage läd dazu eiin, das Konzept in Durchführung wie auch Erleben zu erspüren.
- Referent
Annette Berggötz, Lehrerin für Pflege- und Gesunfheitsberufe, Kinderkrankenschwester, Fachdozentin für Sterbe- und Trauerarbeit
Die Dialogbegleiterin Annette Berggötz aus Karlsruhe ist die Begründerin des Konzepts “respectare”. Sie ist Botschafterin der deutschen Gesellschaft für Baby- und Kindermassage (DGBM e.V.) und Kooperationspartnerin im Netzwerk Pflegeschulen. 1198 und 2001 erhielt sie die Förderpreise Pflegeschulen der Robert-Bosch-Stiftung und im jahr 2000 den Bundesweiten Förderpreis “Penaten”.
- Ort:
Eckolstädt
- Datum:
19.10.2012
- Dauer:
09:00 - 16:00 Uhr
- Teilnahmegebühr:
45,00 € pro Person (zzgl. gesetzl. MwSt.)